Shirakami-Sanchi (Naturkulturerbe/1993)

Dieser gebirgige, unberührte Buchenurwald liegt zwischen dem Südwesten der Präfektur Aomori und dem Nordwesten der Präfektur Akita. Das Kerngebiet dieses Waldes, das etwa 1,300 Quadratkilometer groß ist, wurde 1993 zusammen mit „Yakushima“ von der UNESCO als Naturkulturerbe aufgenommen.

2,5 Millionen Jahre zuvor lag diese Gegend teilweise unter dem Meerwasser. Wegen gewaltiger Erdkrustenbewegungen erhoben sich die Erdschichten massiv und formten zahlreiche Berge in Höhe von etwa 1.000 Metern. Es ist erwiesen, dass ein charakteristisches Ökosystem in Shirakami-Sanchi existiert. Zum Beispiel kommen Schwarzspechte, Steinadler (beide Tierarten sind ein Naturdenkmal), asiatische Schwarzbären, und japanische Serau in diesem Gebiet vor. Diese Gegend war niemals für menschliche Aktivitäten geöffnet, und es gibt hier keine Wege und Pfade. Dies soll auch so bleiben. Zutritt zum Kerngebiet ist nur mit Erlaubnis der Verwaltung möglich. Die weglose Gegend hat aus uralten Zeiten den Menschen den Eintritt verwehrt. Nach der UNESCO-Nominierung aber entstand plötzlich ein Ansturm neugieriger Besucher, und damit stieg die Zahl der Unfälle schlagartig.

Der Buchenurwald besteht seit etwa 8.000 bis 12.000 Jahren. Und er ist damit einer der ältesten und der größten Buchenurwälder auf der ganzen Welt. Seit Urzeiten befanden sich zahlreiche Buchenwälder im Nordamerika, in Europa und in Ostasien. Aber die meisten von ihnen sind während der Eiszeit verschwunden. Das Gebiet, in dem sich Shirakami-Sanchi befindet, wurde glücklicherweise nicht von Eis bedeckt und hat die Eiszeit überlebt.

In Shirakami-Sanchi fließen mehrere Flüsse. Die Buchen können dadurch in ihren Wurzeln viel Flüssigkeit erhalten. Solch im Erdboden gehaltenes Wasser sickert nach außen und fließt in die Flüsse ein. Die Flüsse verlaufen durch den Wald und wegen des bergigen Geländes entstehen dadurch mehrere Wasserfälle. Manche Wasserfälle kann man sogar besichtigen. Die populärste Wanderroute liegt in der Aomori Präfektur, direkt außerhalb des Kerngebiets. Am Ufer des Anmon Flusses befinden sich drei dynamische Wasserfälle. Ein bequemer Wanderweg wird in der Saison den Fluss entlang eingerichtet, daher kann man diese Wasserfälle leicht erreichen. Bei der Wanderung kann man eine geheimnisvolle Natur genießen. Zuerst wird man von dem Wasserfall No.3, der ein Gefälle von 26 Meter hat, verzaubert, und dann kommt ein kurzer Treppenanstieg bei Wasserfall No.2, der 37 Meter hoch ist. Wenn man weiter durch einen Tunnel in die tiefe Natur marschiert, dann erreicht man den letzten Wasserfall, den Wasserfall No.1. Seine Höhe beträgt 42 Meter. Wegen der reichlichen Wassermengen sprüht die Gischt massiv, und man muss damit rechnen, nass zu werden.

Dieser Wanderweg ist vom Herbst bis Frühling geschlossen. Die Saisonöffnung ist jedes Jahr unterschiedlich. Man sollte beim „Shirakami-Sanchi Besucher Zentrum“ danach fragen.

Kyoto plant Übernachtungssteuer ab 2018

Kyoto ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Japan. Es ist daher kein Wunder, dass in dem allgemeinen Ansturm von Touristen auf Japan, Kyoto am stärksten mit den Massen an Menschen zu kämpfen hat. Verstopfte Straßen, überfüllte Busse sind die Folge. Die städtische Infrastruktur wird extrem belastet und die Stadt wird der daraus entstehenden Kosten nicht mehr Herr.

 

Deswegen gibt es jetzt Überlegungen, eine Übernachtungssteuer, einzuführen. Nur Studenten und Schulausflüge sollen ausgenommen sein. Die Höhe der Steuer soll sich nach dem Übernachtungspreis der Unterkunft richten.

 

Noch ist allerdings nicht entschieden, ob die Steuer ab 2018 wirklich kommt.