Feiertage im November

  1. Der Tag der Kultur (Bunka no Hi)

Seit 1948 wird dieser Tag am 3. November gefeiert. Das Motto dieses Tages ist: Man soll der Freiheit und dem Frieden Respekt erweisen und die Kultur weiter entwickeln. An diesem Tag im Jahr 1946 wurde die gegenwärtige Verfassung Japans vorgestellt. Und am 3. November war auch der Geburtstag des Meiji-Kaisers, dem man die Grundlagen des moderne Japan verdankt. Aus diesen Gründen wurde dieser Termin festgesetzt. Am Tag der Kultur ist der Eintritt bei vielen Museen und Gemäldegalerien frei, und viele kulturelle Veranstaltungen werden abgehalten. Im Kaiserpalast werden Orden für kulturelle Verdienste verliehen.

 

  1. Der Tag des Dankfestes für die Arbeit (Kinro Kansha no Hi)

Seit 1948 wird dieser Tag am 23. November gefeiert. Das Motto des Tages ist: man soll die Arbeit hoch schätzen und sich beieinander bedanken. Seit 1873 hielten die Japaner an diesem Tag traditionell das Erntedankfest ab. Japan war ursprünglich ein reiner Agrar-und Landwirtschaftsstaat, besonders der Reisanbau spielte eine zentrale Rolle. Obwohl der jetzige Beitrag der Landwirtschaft zum Bruttosozialprodukt nicht mehr so groß wie früher ist, wird diese Tradition des Erntedankfestes weitergegeben. Wir feiern es jetzt nur in einer anderer Form.

Die japanischen Feiertage

In Japan gibt es 16 Feiertage. Die meisten der heute bestehenden Feiertage (14 Feiertage) wurden gesetzlich im Jahr 1948 festgelegt. Kurz nach der Niederlage im zweiten Weltkrieg versuchte die japanische Regierung so schnell wie möglich die Ordnung im Land wieder herzustellen. Die Regelung der Feiertage war dabei ein wichtiger Bestandteil. 2007 kam der 15. Feiertag „Tag des Showa“ hinzu, und 2016 wurde der 16. Feiertag „Tag des Bergs“ eingeführt.

Im Jahr 2000 trat auch die Regel in Kraft, dass, wenn ein Feiertag auf ein Wochenende fällt, der folgende Montag automatisch zum Feiertag wird. Dadurch erhöht sich die Zahl der zusammen hängenden freien Tage. Es wird somit leichter, sich für ein paar Tage einen kurzen Urlaub zu gönnen. Diese Regel wird als ein Beitrag der japanischen Regierung zur psychischen Volksgesundheit der legendär überarbeiteten japanischen Bevölkerung betrachtet.

Sumo

img_1280Sumo ist der offizielle Nationalsport Japans. Sein Ursprung geht auf die Nara-Zeit (710-784) zurück. Ziel des Kampfs ist es, den Gegner aus einem sandbedeckten, mit einem Strohseil abgesteckten Kreis, zu drängen oder ihn so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass er den Boden mit einem anderen Körperteil als den Fußsohlen berührt. Ein einzelner Kampf dauert oft nur einige Sekunden.

Eine Beschreibung über Sumo kann man schon in der ältesten erhaltenen Reichsgeschichte aus dem Jahr 712, dem Kojiki finden. Nach dem darin enthaltenen Mythos war die Geschichte der japanischen Insel einst durch einen Sumo-Kampf zwischen zwei Göttern entschieden worden. Der Sieger des Kampfes gründete die so genannte Yamato-Dynastie.

Die erste Erwähnung eines Sumo-Kampfs, der zwischen zwei Menschen durchgeführt worden war, befindet sich im Nihonshoki, der zweit-ältesten Chronik Japans, die aus dem Jahr 720 stammt: Danach wurden 642 Sumo-Partien am Hof der Kaiserin Kogyoku zur Unterhaltung für eine Gesandtschaft aus Korea ausgetragen. Diese Kämpfe wurden als die ersten historisch bezeugten Sumo-Kämpfe betrachtet. Damals, um das 8. Jahrhundert wurden Sumo-Kämpfe fast ausschließlich zur Unterhaltung des Kaiserhofs hauptsächlich in Kyoto veranstaltet. Die Sumo-Kämpfer (Rikishi) stammten aus der kaiserlichen Armee.

img_1286Welche Wurzeln der Sumo-Sport tatsächlich hat, darüber gehen die Meinungen auseinander. Es gibt zwei Theorien.

Nach der ersten Theorie kommt Sumo ursprünglich aus China. Dort wurde Sumo als Ritual bei Begräbnisfeiern durchgeführt. Die zweite Theorie besagt, dass ein in Südostasien populärer Ringkampf nach Japan eingeführt wurde. Dieser Ringkampf wurde dort als ein Ritual bei Erntefesten veranstaltet. Es steht zu vermuten, dass diese zwei unterschiedlichen Sumo-Stile im gleichen Zeitraum nach Japan kamen, im Laufe der Zeit verschmolzen und sich zu einem eigenständigen Stil weiterentwickelt haben.

Bei der Entwicklung des Sumos in Japan hat der Shintoismus eine große Rolle gespielt. Deswegen sind starke Einflüsse des Shintoismus auf viele Sumo-Rituale immer noch erkennbar. Beispielsweise wenn die Sumoringer Salz in die Luft werfen.