Feiertage im Mai

Der Verfassungstag (Kenpou Kinenbi).

Seit 1948 wird er am 3. Mai gefeiert. Dieser Feiertag geht auf die Einführung der gegenwärtigen Verfassung Japans zurück. Im Jahr 1946, am 3. November wurde die japanische Nachkriegsverfassung verkündet, die eine geänderte Form der früheren Verfassung darstellte. Erst am 3. Mai 1947 wurde sie offiziell eingeführt.

Der Tag Grünes (Midori no Hi).

Das Motto des Tages ist: Man soll mit der Natur in Einklang stehen und sich bei ihr für ihre „Gunst“ bedanken. In der Showa-Zeit feierte man am 29. April den Geburtstag des Tenno , nach dessen Ableben im Jahr 1989 wurde der Tag als „der Tag Grünes“ umbenannt und blieb so ein gesetzlicher Feiertag. Erst 2007 wurde „der Tag Grünes“ auf den 4. Mai verlegt. Am 29. April wurde ein neuer Feiertag eingerichtet, „der Showa Tag“. Der Name „Tag des Grüns“ rührt von der Liebe des Kaisers zur Natur her.

Der Kindertag (Kodomo no Hi).

Seit 1948 wird er am 5. Mai gefeiert. Das Motto des Tages ist: Man soll die Persönlichkeit der Kinder achten und den Kindern für ihr Leben Glück wünschen. Man soll den Müttern gleichzeitig für ihre Anstrengung bei der Kindererziehung danken. Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es einen Kinderschutzverein in Japan, der am 5. Mai viele Aktionen für wohltätige Zwecke veranstaltete. Obwohl man diesen Tag allgemein „Kindertag“ nennt, wird der Tag in einem engeren Sinne nur für die Junge gefeiert. Die Eltern der Jungen stellen eine Miniatur-Rüstung, eine Kriegerpuppe oder ein in der Form eines Karpfens geschnittenes Banner zu Hause auf und sie hoffen, dass ihre Söhne zu ordentlichen Erwachsenen werden. Um das Böse zu vertreiben, steckte man früher ein Blatt des Kalmuses unter das Vordach. In letzter Zeit wurde es immer mehr zur Gewohnheit, das Kalmus-Blatt in die Badewanne zu legen, wenn man badet. Ansonsten werden überall in Japan an diesem Tag mit einem Eichenblatt umwickelte Reiskuchen (Kashiwa Mochi) gegessen.
Im Gegensatz zum Kindertag wird am 3. März der Mädchentag gefeiert. Aber der 3. März ist offiziell kein Feiertag. Deswegen gibt es seit langem einen Disput, dass die Frauen (Mädchen) dadurch diskriminiert werden. Die Eltern der Mädchen stellen am 3. März spezille Puppen (Hina Ningyo) zu Hause auf, um ihrer Tochter alles Gute zu wünschen. Die Puppen bestehen manchmal aus einem Paar, das Kaiser und Kaiserin darstellt, manchmal aber auch aus mehreren Figuren, die außer Kaiser und Kaiserin Hofdamen und Musiker darstellen. In letztem Fall werden die Puppen auf einer 7-stufigen mit rotem Stoff bezogenen Plattform platziert. Da die Wohnungen aber in der Regel klein sind, entscheidet man sich meistens für die kleinere Version. Ein süßes Getränk, das man mit Sake-Hefe kocht, wird an diesem Tag getrunken.
Zwischen dem 29. April und 5. Mai kommen also ein paar Feiertage hintereinander. Man nennt diese Woche auch „goldene Woche“, eine Haupt-Urlaubszeit in Japan.

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