Itsukushima-Schrein (Kulturerbe/1996)

Der „Itsukushima-Schrein“ liegt auf der Insel „Miyajima“ in Hiroshima Präfektur. Mit seinem Wahrzeichen, einem roten Torii-Tor, ist der Schrein eine der drei schönsten Ansichten Japans. Und er gehört seit 1996 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Dieser Schrein ist nur mit dem Schiff zu erreichen. Während der Schifffahrt zieht das rote Torii-Tor, das etwa 16 Meter hoch ist, die Aufmerksamkeit aller Touristen auf sich. Die beeindruckende Schrein-Anlage befindet sich hinter diesem Tor.

Als der Schrein im 6. Jahrhundert erbaut wurde, betete man die ganze Insel als „Gott“ an. Daher wurde der Schrein nicht auf der Insel, sondern am Inselrand entlang des Strands erbaut, um das Allerheiligste nicht zu stören.

Die jetzige Form des Schreins wurde Ende der Heian-Zeit (794-1185) mit großer Unterstützung des Kriegsherrn „Taira no Kiyomori“ fertiggebaut. Danach wurde der Schrein von den jeweiligen Herrschern fortlaufend gepflegt, und sein prägnanter Baustil “Shindenzukuri“, der in der Heian-Zeit sehr beliebt war, konnte bis in die heutige Zeit überleben.

Das Hauptgebäude wurde zum letzten Mal im Jahr 1571 renoviert. Es ist drei Göttinnen geweiht. Beim Bau des Gangs, der alle Schrein-Gebäude rundum verbindet, wurde ein geheimer Trick angewandt: alle Bodenbretter sind mit einem kleinen Abstand aneinandergereiht. Damit wollte man verhindern, dass der Schrein bei Flut durch den Wasserdruck zerstört wird. Man baute mit Absicht so, dass der umlaufende bei Hochwasser überschwemmt werden kann, und der Wasserdruck auf diese Weise verringert wird. Auf der Anlage gibt es unter anderem eine fünfstöckige Pagode, eine Bogenbrücke und die einzige No-Bühne, die direkt zum Wasser hinausgeht.

Im Hintergrund des Schreins liegt der heilige Berg „Misen“. Hier dehnt sich ein weiter unberührter Urwald aus. Ein paar Wanderwege für Touristen sind eingerichtet, und man kann bis zur Bergspitze wandern. Im Urwald gibt es sogar eine Seilbahn. Sie bringt uns bis zum Fuß des Aussichtspunktes. Der Anblick von oben ist paradiesisch. Es ist sehr empfohlen, diese Besteigung zu vollziehen.

 

Das rote Torii-Tor ist nur bei Flut von Wasser umgeben, bei Ebbe kann man es von der Insel zu Fuß erreichen. Weil es eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem „Itsukushima-Schrein“ mit dem französischen „Mont-Saint-Michel“ gibt, wurden beide Orte zu Partnerstädten.

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